NEWS: Moody’s: Ratingagentur erhöht Druck auf Spanien massiv

05.08.2011 - finanzwirtschafter.de / Madrid für Deutsche 

Die US-Ratingagentur Moody’s hat sich pünktlich zum Wochenende offenbar sehr stark auf Spanien und seine autonomen Regionen eingeschossen. Aufgrund der anhaltenden Haushaltsprobleme Spaniens planen die Moody’s-Experten aktuell offenbar eine weitere Herabstufung der spanischen Bonität.

Spanien: Minimales Wirtschaftswachstum und Spar-Schwierigkeiten

In ihrem jüngsten Statement verwiesen die Ratingspezialisten im Hause Moody’s zur Begründung ihres harten Vorgehens in erster Linie auf die Schwierigkeiten der Madrider Regierung bei der Umsetzung ihrer Sparpläne. Aber auch die hohen Schulden der weitgehend autonomen spanischen Regionen und das insgesamt nur minimale Wirtschaftswachstum in Spanien bereitet Moody’s große Sorgen.

Moody’s-Downgrade bei Spanien: Im März 2011 und jetzt schon wieder im Juli?

Zuletzt war das Moody’s-Rating für Spanien im März 2011 gesenkt worden und zwar auf die Bonitätsnote Aa2. Wie Moody’s vor kurzem mitteilte gilt ein weiteres Downgrade für Spanien als wahrscheinlich, es werde nach Angaben der Analysten von Moody’s „wahrscheinlich aber nur um einen Punkt“ nach unten gehen.

Spanische Besonderheit: Aufgrund ihrer wirtschaftlichen Autonomie werden alle 17 Regionen einzeln bewertet

Sechs spanischen Regionen – darunter auch die wirtschaftliche Nummer 1 unter den spanischen Autonomieregionen Katalonien – erging es zum Wochenende bereits schlechter: Moody’s senkte die Bewertung der Kreditwürdigkeit der betroffenen Regionen jeweils um einen Punkt. Als Begründung führte Moody’s die Standardbegründung für fast jedes Rating-Downgrade im staatlichen Bereich an: Mit dem verschlechterten Rating würde Moody’s auf „die Verschlechterung der Haushaltslage und auf die Schulden” der Regionen reagieren. Darüber hinaus prüfe Moody’s aktuell eine mögliche Herabstufung bei vier weiteren der insgesamt 17 spanischen Regionen.

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