Espacio Miró: eine neue Ausstellung des katalanischen Künstlers

09.01.2017 - Meike von Lojewski / Madrid für Deutsche 

Seit Mitte Dezember beherbergt die Fundación Mapfre den “Espacio Miró”, einen Bereich, der sich den letzten Jahren des künstlerischen Werdegangs von Joan Miró widmet. Die Sammlung zeigt 70 verschiedene Werke, die unterschiedliche Eigentümer der Stiftung zur Verfügung gestellt haben. Insgesamt handelt es sich um 65 Bilder des Künstlers sowie vier Skulpturen und ein Ölbild von Alexander Calder, die der Amerikaner von Miró geschenkt bekommen hat.

 

Vier verschiedene Bereiche - Miró/Calder; El signo y el gesto; Mujeres, pájaros, estrellas; Las cabezas und Desafío a la pintura - machen die bekanntesten Phasen das Katalanen deutlich, auch wenn fast alle Motive Miró bereits seit seinen Anfängen interessiert haben. Er gehörte als Vertreter der Klassischen Moderne mit seinen fantasievollen Bildmotiven zu den populärsten Künstlern des 20.

 

Jahrhunderts. Seine magischen Symbole für Mond, Sterne, Vogel, Auge und Frau zählen zu den bekanntesten Elementen seiner Kunst.

 

Malen bedeutete für Miró, eine andere, eigene Welt hervorzubringen. Nicht Wiedergabe der Realität, sondern eine neue emotionale Bildsprache prägte sein Werk. Trotz der teils tiefgründigen Themen, die der Künstler in seinen Werken bearbeitete, eröffnet seine einladende Formensprache vielfältige Betrachtungsebenen.

 

Joan Miro selbst bezeichnete seine Bilder als Poesie. Er unterschied sich auch in seiner Arbeitsweise von den Grundsätzen des Surrealismus und ließ seine Bilder nicht spontan und frei von begleitenden Überlegungen auf der Leinwand entstehen, wie das viele der Surrealisten sich zu eigen machten. Der Künstler fertigte ganz im Gegenteil viele Vorstudien von seinen Bildern an. Als er beispielsweise die Bildserie "Constellations" mit Linien, Flecken und Farbflächen in Verbindung mit figurativen Kompositionselementen anfertigt, beschränkt er sich auf die Grundfarben Schwarz, Grün, Gelb, Blau und Rot. Diese Linie ist auch bei dieser Ausstellung klar erkennbar.

 

Bild: Successió Miró 2016

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