SERIE: Deutschsprachige Unternehmer in Katalonien - Bettina Götzenberger

26.01.2009 - Susanne Merz 

1. Was macht Ihr Unternehmen?

Lo Mas Legal ist eine Rechtsberatung, die Barrieren abbauen möchte. Wir sind sehr leicht zugänglich für die Kunden, da man den „Shop“ direkt von der Straße aus betreten kann.

2. Seit wann existiert Ihr Unternehmen?

Seit drei Jahren, wobei die ersten Jahre eher Marktrecherche waren. Jetzt beginnt die Expansionsphase, da ich eine Kette aufbauen möchte.

3. Wie entstand Ihre Unternehmensidee?

Meine Unternehmensidee entstand vor vier Jahren in einem Kosmetik- und Massageladen, wo mir die Gestaltung und das Konzept des Geschäfts gefielen, da es für die Kunden sehr leicht zugänglich war. Daher habe ich das Konzept auf die Rechtsberatung übertragen.

4. Warum haben Sie sich in Katalonien/Spanien niedergelassen?

Ich wurde in Barcelona geboren, ging aber mit sieben Jahren zurück nach Deutschland, habe dort Abitur gemacht und dann eine Banklehre. Danach habe ich einen Katalanen geheiratet und in Barcelona Jura studiert.

5. Was war für Sie größte Herausforderung zu Beginn?

Die größte Herausforderung war es für mich, die Kanzlei aufzubauen, aber da ich Herausforderungen suche, war das kein Problem für mich.

6. Sprechen Sie Katalanisch/Spanisch?

Ich bin zweisprachig aufgewachsen, habe also von Anfang an Spanisch und Deutsch gelernt und mittlerweile habe ich auch Katalanisch perfekt gelernt.

7. Wo entstehen die meisten geschäftlichen Kontakte?

Durch das Marketing und durch soziale Kontakte.

8. Wie wirkt sich die verordnete Zweisprachigkeit (Katalonien) auf Ihre Firma aus?

Jein. Nicht im Wesentlichen, aber letztendlich sind wir verpflichtet, alle Materialien in beiden Sprachen zur Verfügung zu stellen.

9. Was raten Sie jemandem, der in Katalonien/Spanien eine Firma gründen will?

Hinreichend und ausreichend informiert zu sein z.B. über rechtliche Aspekte. Zudem rate ich dazu, finanziell vorzusorgen, da hier meistens alles etwas aufwendiger ist, was z.B. den Papierkram betrifft.

10. Welcher Unterschied zu Deutschland fällt Ihnen hier am meisten auf?

Ich lebe schon lange nicht mehr in Deutschland, aber der Behördenhindernisslauf in Spanien ist gewaltig.

11. Was mögen Sie besonders an den Katalanen/Spaniern?

Deren Flexibilität und Kreativität.

12. Gibt es etwas, das Sie hier stört?

Die zunehmende Verkatalanisierung, das diese teilweise nicht über den Tellerrand schauen wollen.

13. Nennen Sie uns einige deutsche Marotten, die Sie nicht ablegen können.

Mir fällt gerade keine Marotte ein.

14. Können Sie ein Restaurant/ Bar empfehlen?

Das Tragaluz, die Bar auf dem Tibidabo

15. Haben Sie eine Hotelempfehlung?

Das Meridien ist ein sehr schönes Hotel.

16. Was ist Ihr liebster Platz in Barcelona?

Plaza Felip Neri.

17. Was vermissen Sie am meisten aus Ihrer Heimat?

Schnee. Einmal im Jahr hätte ich gerne einen Tag lang Schnee. Außerdem den Weihnachtsmarkt und im Allgemeinen die deutsche Vorweihnachtsszeit.

Das Gespräch führte

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