Hallo und Tschüss

11.01.2008 - Jenna Steenken - Journalistin 

Am Anfang war Alexandra. Eine Belgierin, die ich einmal auf dem Coffee Morning gesehen, dann zufällig in der Stadt getroffen und dem ersten Impuls einfach weiterzulaufen ich nicht folgte. Wir verabredeten uns zum Spazierengehen, ich lud sie anschließend auf ein Wasser nach Hause. Als sie wieder ging, waren wir eingeladen zum Grillen in zwei Tagen. Und in diesem Tempo ging es weiter. Der Abend war lustig, die Männer verstanden sich gleich, die Kinder im selben Alter, was will man mehr. Bald unternahmen wir fast jedes Wochenende etwas gemeinsam, luden uns zum Essen ein, lernten gegenseitig Freunde und Familie aus der Heimat kennen.

Die Freude über eine so enge Freundschaft so schnell hielt nicht lange an, aus beruflichen Gründen würden sie wohl bald nach Deutschland ziehen. Wann? Schon in zwei Monaten? Ach, das ist ja schade. Ich orientierte mich also ein bißchen um, machte jetzt mehr mit Claudia, Michele und Sabine. Auch die hatten Kinder im ähnlichen Alter und man fand schnell gemeinsame Interessen und war es nur, sich auf dem Spielplatz zu treffen. Das allerdings, scheint einem auch schon wieder Ewigkeiten entfernt. Claudia verließ Spanien vor einandhalb Jahren, Sabine folgte letzten Juli, in drei Wochen wird auch Michele weg sein.

So scheint das hier zu sein, mit den Freunden. Hat man sich gerade welche aufgebaut, gehen sie wieder. Dafür kommen aber auch immer wieder nette dazu. Ein Glück. Jetzt sind Judith und Hernan da. Und bleiben noch lange, hoffentlich. Und unsere katalanischen Nachbarn bleiben wohl auch. Die sind auch nett und haben Kinder.

Vielleicht sollten wir einfach als nächstes gehen, dann können sich die anderen neue Freunde suchen...

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