Kuriositäten, die man auf Teneriffa gesehen haben muss

12.09.2022 - Spanien auf Deutsch 

Im Atlantik gelegen und weniger als 300 km von der marokkanischen Küste entfernt, ist Teneriffa eine der beliebtesten und meistbesuchten Inseln des Kanaren-Archipels. Sie ist bekannt für den Pico de Teide, die Nationalparks, den bunten Karneval, die Bananenplantagen im Norden und den unglaublichen Sternenhimmel in der Nacht. Zudem findet man hier auch einige Kuriositäten, die wir hier zusammengestellt haben:

 

1. Die längste vulkanische Röhre  Europas

Die Cueva del Viento in Icod de los Vinos auf Teneriffa ist die längste vulkanische Röhre Europas und die fünftgrößte der Welt, nach den vulkanischen Röhren auf Hawaii. Nach der ersten Eruptionsphase vor 27.000 Jahren des Pico Viejo, der Vulkan neben dem Teide, bildeten sich diese 18 Kilometer langen Magmaröhren aus Basaltlava. So entstand ein netzartiges Labyrinth aus vielen unterirdischen Gängen. Bisher wurden dort 190 verschiedene Arten entdeckt, von denen 15 als neu in der Biologie registriert wurden. Bei einer geführten Besichtigung kann man sich das Innere der Erde ansehen und bewundern!

 

2. Agatha Christie in Puerto de la Cruz

Die britische Schriftstellerin Agatha Christie (1890-1976) reiste 1927 nach dem Tod ihrer Mutter und nach der Scheidung von ihrem Mann, mit ihrer Tochter nach Teneriffa. Sie suchte einen kleinen Rückzugsort im Norden der Insel und  wohnte  während ihres Aufenthalts im Gran Hotel Taoro (das es heute nicht mehr gibt).  Hier fand sie Ruhe und Erholung und schöpfte wieder neue Inspirationen für ihre Romane. Hier entstanden die Kurzgeschichten „Der blaue Zug“ und „Der rätselhafte Mr. Queen“.  Auch Teneriffa wird in einem späteren Roman erwähnt. In „Ein Mann im Meer“ spielt die Handlung im Stadtteil La Paz (ein Stadtteil von Puerto de la Cruz) und Martiánez.

 Seit 2007 erinnert am Mirador de la Paz eine Büste an ihren Aufenthalt.

 

3. Der größte Schatten der Welt über dem Meer

Unglaublich aber wahr. Der höchste Berg Spaniens ist der Teide auf Teneriffa mit 3715 m. Sein Schatten, den der Teide bei Sonnenauf- und -untergang wirft, ist der größte Schatten, den ein Bergvulkan auf das Meer wirft. Die Silhouette, die von der Küste bis zum Gipfel geht, erzeugt eine ungewöhnliche Vertikalität, sodass sein Schatten bis auf die umliegenden Inseln fällt.  Morgens ist der Schatten Richtung der Insel La Gomera zu sehen, während sich der Schatten gegen Nachmittag  in Richtung Gran Canaria erstreckt. Ein faszinierendes Naturspektakel, das man sich ansehen sollte.

 

4. Teneriffa – das Drehort-Paradies

Teneriffa war schon oft Schauplatz zahlreicher Hollywood-Blockbuster. So findet man Szenen in Filmen wie „Jason Bourne“, der in Santa Cruz de Tenerife gedreht wurde und Athen und Beirut darstellen sollten.

Für den Film „Fast and Furious 6“ wurden verschiedene Drehorte im Norden der Insel genutzt sowie eine Autobahn im Süden.  

„Zorn der Titanen“ (2010/2012) wurde mehrheitlich auf Teneriffa gedreht. 80 % des Films wurden vor Ort im Nordwesten und im Zentrum der Insel gedreht. In einigen Szenen kann man Teile von Punta de Teno, Barranco de Masca und den Teide-Nationalpark sehen.

„Rambo: Last Blood“: Der fünfte und letzte Film der berühmten Rambo-Saga mit Sylvester Stallone in der Hauptrolle spielt größtenteils auf der Insel Teneriffa.

 

5. Teneriffa auf dem Mond

Im Norden des Mondes, oberhalb des Mare Ibrium, gibt es Berge, die bis zu 2.400 Meter hoch sind. Sie heißen Montes Tenerife, die nach der wissenschaftlichen Expedition des Astronomen Charles Piazzi Smith benannt sind, der sein Observatorium an den Hängen des Pico de Teide errichtete und 1856 einen der besten Beobachtungspunkte der Insel, den Alto de Guajara, entdeckte. Der Krater neben den Montes Tenerife wurde nach  Charles Piazzi Smith benannt.

 

6. Drago – der Drachenbaum

In der Gemeinde La Orotava, im Norden Teneriffas, gab es einen Drachenbaum, der größer war als der berühmte Drago Milenario de Icod de los Vinos. Dieser Drachenbaum fiel bei einem Sturm im Jahr 1867.

Der kanarische Drachenbaum Milenario hat einen Umfang von 6 Meter, ist 17 Meter hoch und soll über 1000 Jahre alt sein. Er ist ein nationales Denkmal und neben dem Teide sicher eines der bekanntesten Wahrzeichen der Insel.  Er ist auch Teil des Wappens der Gemeinde La Orotava.

 

7. Freimaurer-Tempel von Santa Cruz de Tenerife

Bei einem Spaziergang durch Santa Cruz fällt ein einzigartiges Gebäude in der Calle San Lucas auf: der Freimaurer-Tempel. Zwischen 1899 und 1902 wurde er im Auftrag  der Loga Añaza erbaut. Er ist einer der wenigen Freimaurer-Tempel in Spanien, der nicht während des Franco-Regimes zerstört wurde.  

 

Kuriositäten in anderen Städten:

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