Metro in Madrid: Schließung der Linie 5 ab dem 3. Juli

30.06.2017 - Ana Caballero 

Nachdem erst kürzlich die Linien 1 und 8 der Metro in Madrid aufgrund von Sanierungsarbeiten für mehrere Monate geschlossen wurden, ist nun auch die Linie 5 betroffen. Vom 3.  Juli bis zum voraussichtlich 3.  September wird die Linie, die jährlich von etwa 64,7 Millionen Menschen genutzt wird, vollständig geschlossen bleiben. Vier Ersatzbusse werden während dieser Zeit in geringen Zeitintervallen verkehren, außerdem werden andere Linien des städtischen Verkehrsnetzes verstärkt.


Hintergrund zur Schließung der Linie 5

Die Regionalregierung von Madrid investiert 66,5 Millionen Euro in die Verbesserung und Modernisierung der Linie 5, die die Stationen Casa de Campo und Alameda de Osuna auf 23,5 Kilometern verbindet und somit das Zentrum der Stadt von West nach Ost durchquert. 24  Stunden an sieben Tagen die Woche werden 250 Arbeiter die Sanierung in Schichtarbeit durchführen. Unter anderem werden die Oberleitungen ausgetauscht, um die Leistungsfähigkeit der Züge zu erhöhen und Energieverluste einzudämmen. Gleichzeitig werden die Stationen Aluche, Canillejas, Torre Arias und Suanzes renoviert.


Die Ersatzbusse

Für die Dauer der Bauarbeiten werden ab dem 3.  Juli vier Ersatzbuslinien eingerichtet, die ohne zusätzliche Kosten für die Fahrgäste von 6 Uhr morgens bis 1:30 Uhr nachts zwischen den jeweiligen Metrostationen verkehren werden.

 

    SE 1: Alamada de Osuna – Canillejas, 5-Minuten-Takt
    SE 2: Canillejas – Manuel Becerra, 3-Minuten-Takt
    SE 3: Embajadores – Aluche, 3-Minuten-Takt
    SE 4: Aluche – Casa de Campo, 5-Minuten-Takt

 

Der Streckenabschnitt zwischen Manuel Becerra und Embajadores, der im Zentrum Madrids liegt und zum Beispiel die Stationen Alonso Martínez, Chueca, Gran Vía, Callao und La Latina enthält, wird nicht durch eine Ersatzbuslinie bedient. Hier sei das breite Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln ausreichend, um die Mobilität der Fahrgäste zu gewährleisten, so das regionale Transportkonsortium.


Verstärkung anderer Linien

Zusätzlich zu dem Einsatz der Ersatzbusse werden folgende bestehende Linien des Madrider Verkehrsnetzes verstärkt:

    

    Buslinien im Zentrum: 17, 25, 34, 35, 116, 118, 119, 1, 74, 28, 38, 48, 77, 105 und 115
    Metrolinien: 2, 3, 4 und 6
    Cercanías-Linie: C5

 

Weitere Metro-Neuigkeiten:

 

Metrotickets aus Papier werden abgeschafft

Die bisher existierenden einfachen und 10er Metrotickets aus Papier werden zum 31.  Oktober abgeschafft und durch kontaktlose feste Karten ersetzt. Diese können dann zu denselben Konditionen wie bisher immer wieder neu aufgeladen werden. Sie sind nicht personalisiert und können ab dem 7.  Juli unter anderem auf der Website des Madrider Verkehrskonsortiums  beantragt werden. Während der ersten 100 Tage sind die neuen Karten kostenlos erhältlich, danach kosten sie 2,50€. Die alten Metrotickets sind noch bis Ende dieses Jahres gültig.


Metrostation Campo de las Naciones wurde umbenannt

Die Madrider Regionalregierung hat eine weitere Meldung bekannt gegeben. Am vergangenen Montag wurde die Metrostation „Campo de las Naciones” des gleichnamigen Geschäftszentrums nahe des Flughafens in „Feria de Madrid” (Messe Madrid) umbenannt. Ziel dieser Namensänderung sei es, die Bedeutung der Messe- und Kongressaktivitäten für die Region hervorzuheben, die in großen Teilen auf dem Gelände des Hauptmesseveranstalters IFEMA auf dem Campo de las Naciones durchgeführt werden. Sie stellen Einnahmen von 2.400 Millionen Euro dar, schaffen 44.000 Arbeitsplätze und sind der Hauptkatalysator für den Geschäftstourismus in Spanien. Durch den neuen Namen kann die Metrostation nun in Zukunft unter anderem durch die jährlich mehr als 2,9 Millionen Messebesucher aus 174 Ländern verstärkt mit dem Messegelände assoziiert werden.

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