Bosch startet zum zweiten Mal mit der Berufsausbildung für Spanier

19.05.2016 - Meike von Lojewski / Madrid und Barcelona für Deutsche 

Der stuttgarter Konzern Bosch ist eines der führenden Technologie- und Dienstleistungsunternehmen und weltweit in rund 60 Ländern aktiv. Die rund 375.000 Mitarbeiter haben im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von über 70 Milliarden Euro erzielt. Als privat geführtes Unternehmen agiert es wirtschaftlich unabhängig, plant langfristig und investiert in die Zukunft. Pro Jahr gibt Bosch beispielsweise rund 5 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus. Aber auch im Bereich Bildung ist der Konzern führend und engagiert sich unter anderem gegen die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Spanien.

 

So stellt Bosch 2017 jungen Spaniern 65 neue Ausbildungsplätze zur Verfügung, um diesen eine Chance auf Weiterbildung zu ermöglichen. 50 dieser Stellen, die sowohl einen theoretischen als auch einen praktischen Teil aufweisen, werden in Deutschland besetzt, die restlichen 15 werden in Spanien geschaffen. Zudem werden auch 10 Ausbildungsplätze für italienische Jugendliche in deren Heimatland angeboten.

 

“Wir fahren mit unserem Engagement in Italien und Spanien fort, da die Jugendarbeitslosigkeit dort nach wie vor sehr hoch ist”, erklärt Christoph Kübel, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der Robert Bosch GmbH. Bereits 2014 begannen 50 Jugendliche aus Spanien bei Bosch in Deutschland eine Berufsausbildung. Im Rahmen einer Ausbildungsinitiative stellte Bosch insgesamt rund 100 zusätzliche Ausbildungsplätze bereit, davon die Hälfte in Deutschland, weitere 50 in Italien, Portugal und Spanien.

 

Eine der ersten, die 2014 einen dieser begehrten Plätze erhielt, ist Ana María San Andrés aus Cuenca, die seitdem Mechatronik studiert und in einer Fabrik von Bosch in der Nähe von Stuttgart arbeitet. “Es ist sehr gut. In Spanien gab es keine Möglichkeit, um praktische Erfahrungen zu machen”, erklärt die 23jährige. Die meisten der Auszubildenden hoffen auf eine Anstellung bei Bosch, sobald sie im März 2018 fertig werden. Dies geschieht zwar nicht automatisch, ist aber dennoch sehr wahrscheinlich. “Das ist genau, was ich will”, fügt San Andrés mit dem insgeheimen Wunsch hinzu, eines Tages in die Fabrik nach Madrid versetzt zu werden.

 

Aber auch Bosch selbst ist mit der Arbeit und der Leistung der jungen Spanier zufrieden, das Ergebnis spricht für das Programm. “Auf der praktischen Ebene sind die spanischen Auszubildenden mit den deutschen gleichauf. Die theoretische bzw. schriftliche ist für einige noch eine Herausforderung”, sagt Siegfried Czock, verantwortlich für Aus- und Weiterbildung bei Bosch in Deutschland. Daher finanziert das Unternehmen auch Sprachkurse für die jungen Leute, da es - so Czock - unabdingbar sei, dass sie der deutschen Sprache mächtig seien.

 
Bild: Flick

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