Valencias Reisanbaugebiete und sein weißes Korn

25.09.2020 - Spanien auf Deutsch 

In Spanien gibt es über das Land verteilte Reisanbaugebiete, die bekanntesten sind die drei geschützten Anbaugebieten D.O.(Denominación de Origen) Calasparra (Murcia), Valencia, Delta del Ebro, doch auch in Sevilla, Murcia und Extremadura, sowie Aragon, Navarra, auf den Balearen und den beiden Castillas wird Reis kultiviert.
Reis ist ein Klassiker in der valencianischen Küche: Paella, Reis mit Brühe, gebackener Reis, der arroz de Senyoret und die verschiedensten Süßspeisen mit Reis, um nur einige zu nennen.

Mit dem Ziel, die valencianische Reiswelt für alle zugänglich zu machen, wurden die Rutas del arroz geschaffen. Dies ist ein Projekt, das von der Federación Empresarial de Hostelería de Valencia (FEHV) in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband und dem Bezirksrat von Valencia ins Leben gerufen wurde.

Reisfelder so weit das Auge reicht
Der Naturpark Albufera liegt nur 12 km südlich von Valencia und hat den größten Süßwassersee Spaniens. Er gilt als Paradies für Zugvögel und andere einheimische Vogelarten.
Beachtenswert sind die enormen Ausdehnungen der Reisfelder, die einen Großteil des Naturparks ausmachen; zu Fuß zu erkunden, mit dem Fahrrad, zu Pferd oder mit dem Boot. Es ist eine Augenweide für jedermann und ein Muss für Naturliebhaber und Vogelbeobachter. Fotografen kommen ganz auf ihre Kosten.
Kurze Reiskunde: Reis wird im Frühling gepflanzt, im Sommer wächst er, im Herbst wird er geerntet und im Winter ruhen die Felder, um die Aussaat für den nächsten Frühling wieder vorzubereiten.

Albufera kommt aus dem arabischen „al-buhayra“ und bedeutet ‚das kleine Meer‘. Es ist das bekannteste Küstenfeuchtgebiet von Valencia, welches aus 6 kleinen Inseln, auch Matas genannt, besteht.
Albufera befindet sich nur 10 km südlich von Valencia, ist somit gut für einen Tagesausflug von Valencia aus zu erreichen.
Der Naturparkt hat eine Ausdehnung von 24 km² und ist von mehr als 200 km² Reisfeldern umgeben.

Die Routen
El Palmar und El Saler sind die zwei Städte die in der Nähe des Naturparks liegen. Ein Ausflug lohnt sich zu jeder Jahreszeit.

Racó de l'Olla (die rote Route): Es liegt zwischen La Devesa und l'Albufera und ist eine Art Übergangszone zwischen beiden Gebieten. Ein Ort von hohem botanischem und faunistischem Interesse.

Na Molins (die grüne Route): diese Route ist ein 25 km langer Rundweg mit dem Ausgangspunkt in El Palmar; also entweder was für die Hartgesottenen per pedes (ca. 5 Stunden), oder mit dem Fahrrad oder Auto (ca. 2 Stunden).

Port de Catarroja (die blaue Route): Der kleine Hafen von Catarroja ist eine der schönsten Ecken der Provinz Valencia, einer der Hauptzugänge zum Naturpark Albufera. Von dort aus kann man eine kürzere Route zu Fuß laufen oder auch per Bootsfahrt durch die Sumpf- und Reisfelder.

Dunas del dosel de Cullera (die gelbe Rute): Es ist ein schmaler Dünenstreifen, der von Mareny de San Lorenzo bis zum Leuchtturm von Cullera führt; ein völlig jungfräuliches Gebiet, in dem man eine große Vielfalt natürlicher Lebensräume genießen kann.

Marjales de sueca: Um dieses Gebiet zu erreichen und ohne sich zu verlaufen, ist es am besten die Straße von El Perelló aus zu fahren in Richtung Muntanyeta dels Sants. Von dort aus kann man verschiedene Wege gehen.

Estany de la Plana: befindet sich in dem Gebiet Marjales de Sueca. Auf derselben Straße, die zum Muntanyeta dels Sants führt, vorbei an der Wasseraufbereitungsanlage und dann nach rechts, befindet sich die Estany de la Plana. Ort, von dem man sehr gut Wasservögel beobachten kann.

Vedat de Cullera: Um die Vedat de Cullera gut zu sehen, ist es ratsam, bis zu der Kapelle dels Sants en La Pedra de Cullera zu gehen.

Mehr Informationen zu den Reisrouten hier.

Auch ein Besuch in einem der Reismuseen in Valencia ist lohnenswert:
Valencia Reismuseum
Museu de l'Arrós de Suec
Reismuseum von Cullera

 

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