NEWS: Wirtschaftliche Freiheit in Spanien 2015

06.04.2015 - Karl H. Lincke 

Der “Index für Wirtschaftliche Freiheit 2015″ gibt für Spanien im Verlgeich zum Vorjahr einen leicht verbesserten Ausblick.

Der gemeinsam vom Wall Street Journal und der Heritage Foundation herausgegebene Bericht misst seit 1995 weltweit die ökonomische Freiheit anhand diverser Kriterien wie der Rechtssicherheit, der steuerlichen Belastung, der Regulierung der Märkte und dem Anteil der öffentlichen Hand am Wirtschaftsleben.

Angeführt wird das Ranking nach wie vor von Hong Kong, Singapur, Neuseeland, Australien und der Schweiz. Schlusslichter bleiben Cuba und Nord Korea.

Spaniens Platzierung bleibt mit Platz 49 weltweit  im Vergleich zur Platzierung in 2014 gleich. Deutschland hat sich im Ranking von Platz 18 weltweit in 2014 auf Platz 16 in 2015 um zwei Plätze hochgearbeitet.

Von den deutschsprachigen Ländern liegt die Schweiz mit ihrem 5. Platz weit vor Deutschland und Österreich. Österreichs ist im Ranking im Verlgeich zu 2014 stark abgerutscht: von Platz 24 in 2014 auf Platz 30 in 2015

Bessere Investitionsfreieheit und monetäre Freiheit in Spanien

Laut der Analysen hat sich Spanien besonders in den Bereichen Investitionsfreiheit, monetäre Freiheit und der Vewaltung von Staatsausgaben verbessert. Rückschläge in Korruptionsfreiheit und Steuerfreiheit werden dadurch aufgehoben.

Im europäischen Ranking von 43 Ländern befindet sich Spanien an 21. Stelle. Damit liegt das Land noch deutlich vor vergleichbaren Ländern wie Frankreich, Portugal und Italien.

Betrachtet man die Entwicklung über eine Zeitspanne von fünf Jahren, ist der Index für Spanien gefallen, was dazu geführt hat, dass sich Spanien nunmehr nur noch in der Kategorie „moderat frei“ befindet.

Exportwachstum durch gute Rahmenbedingungen für offenen Handel und Investitionen in Spanien

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die wirtschaftliche Freiheit Spaniens doch insgesamt von einem Aufwärtstrend gekennzeichnet ist. Der Rechtsstat wird respektiert und das Exportwachstum wird durch günstige Rahmenbedingungen für offenen Handel und Investitionen begünstigt.

Deutschland hat eine der weltweit wettbewerbsfähigsten und flexibelsten Wirtschaften

Deutschlands wirtschaftliche Freiheit liegt im weltweiten Vergleich auf Platz 16, im Vergleich der 43 europäischen Länder auf Platz 7.

Verbesserungen der wirtschaftlichen Freiheit wurden besonders auf den Gebieten der staatlichen Ausgaben und der Beschäftigungfreiheit erreicht, wodurch die Rückgänge bei Korruptionsfreiheit und unternehmerischer Freiheit ausgeglichen werden konnten.

Deutschland hat mit seinem Ranking für 2015 sein bestes Ergebnis überhaupt erreicht. Die wichtigsten Bereiche, in denen bei einem Vergleich über mehrere Jahre wirtschaftliche Freiheit gewonnen wurde, sind die Beschäftigungsfreiheit und die Offenheit der Märkte. Diese haben dazu beigetragen, dass Deutschlands Wirtschaft eine der weltweit wettbewerbsstärksten und flexibelsten überhaupt ist.

Der Bericht hebt ausserdem hervor, das insbesondere das deutsche Rechtssystem als unabhängig und korruptionsfrei anzusehen ist. Ein Gebiet, das insbesondere in Spanien noch verbesserungsbedürftig ist.

Business in Spanien

Kommentare (0) :

Artikel kommentieren
Artikel-Archiv
  • 19.09.2018 [Kommentare: 0]

    Die Superreichen in Spanien - in Ziffern

    Die Zahl der Superreichen in Spanien, die ein Vermögen von mehr als 30 Millionen Euro besitzen und Vermögenssteuer zahlen, hat sich in der Zeit zwischen 2006-2016 fast verdreifacht, von 200 auf 579. Das zeigen die letzten Daten des Finanzamts – der Agencia Tributaria. Im letzten Jahr (2016/2017) ist diese Zahl sogar um 5,4% gestiegen, von.. Artikel weiterlesen

  • 15.05.2017 [Kommentare: 0]

    Deutsche Unternehmen in Spanien – Eine Bestandsaufnahme

    Die Deutsche Handelskammer für Spanien (AHK) in Zusammenarbeit mit Germany Trade Invest (GTAI) haben den Bericht „Deutsche Unternehmen in Spanien – eine Bestandsaufnahme” verfasst, der am 19. April 2017 in der AHK Spanien vorgestellt wurde. Dieser Bericht handelt von dem aktuellen Stand der deutschen Unternehmen in Spanien, ihre.. Artikel weiterlesen

  • 05.09.2016 [Kommentare: 1]

    Der Brexit und die spanische Wirtschaft

    Vor einem Monat haben die Briten über die EU-Mitgliedschaft von Großbritannien entschieden. Eine Mehrheit von 51,9 % stimmte letztendlich für den Austritt aus der Europäischen Union, welcher nach europäischem Recht innerhalb von zwei Jahren vollzogen werden muss. Über die möglichen Folgen dieses sogenannten „Brexits“ wird derzeit.. Artikel weiterlesen

  • 26.04.2016 [Kommentare: 0]

    Investieren in Spanien: Vor- und Nachteile der verschiedenen Gesellschaftstypen

    Die spanische Wirtschaft zeigt für 2016 einen positiven Wirtschaftstrend. Es wird wieder investiert, vor allem in Immobilien und Bruttoanlageinvestitionen. Wo am besten investieren in Spanien. Madrid ist ein Zentrum für ausländische Investitionen in Spanien. So hat zum Beispiel Amazon entschieden, sein europäisches Software-.. Artikel weiterlesen

  • 18.04.2016 [Kommentare: 0]

    Smart City und die Zukunft des Tourismus in Barcelona

    Abgeordnete des Rates der Stadt Köln, Partnerstadt von Barcelona, unternahmen letzte Woche auf eigene, private Kosten eine Informationsreise in die Smart City am Mittelmeer. Hierbei kamen einige Dinge zu Tage, die selbst den hier Ansässigen vielleicht noch gar nicht so bekannt sind. Was bedeutet eigentlich Smart City? Sind das die.. Artikel weiterlesen

  • 26.01.2015 [Kommentare: 0]

    NEWS: Weiter im Wandel - Banken: Schließungen von Filialen und Fusionen

    In keinem anderen Land der Euro-Zone war der Aderlass im Bankenwesen größer als in Spanien. So sind zwischen 2008 und Ende September vergangenen Jahres 12.702 Geschäftsstellen – hauptsächlich bei Sparkassen – verschwunden. Die Zahl der Filialen ging in diesem Zeitraum von 40.565 auf 27.863 Außenstellen zurück. Das entspricht einer Reduzie.. Artikel weiterlesen

  • 12.02.2014 [Kommentare: 0]

    NEWS: Photovoltaik in Spanien: Neue Förderpolitik sieht Kürzung der Solarstrom-Vergütung um bis zu 45 vor

    Die spanische Regierung hat Einzelheiten des neuen Vergütungssystems für Photovoltaik-Anlagen veröffentlicht. Es sieht eine rückwirkende Kürzung um bis zu 45 für Anlagen verschiedener Größe vor.Am heftigsten trifft es Eigentümer großer Photovoltaik-Kraftwerke. Zuvor war die Solarstrom-E.. Artikel weiterlesen

  • 11.02.2014 [Kommentare: 0]

    NEWS: Wirtschaftliche Freiheit 2014

    Der “Index für Wirtschaftliche Freiheit 2014″ gibt für Spanien keinen guten Ausblick. Der gemeinsam vom Wall Street Journal und der Heritage Foundation herausgegebene Bericht misst seit 1995 weltweit die ökonomische Freiheit anhand diverser Kriterien wie der Rechtssicherheit, der steuerlichen Belastung, der Regu.. Artikel weiterlesen

  • 01.07.2013 [Kommentare: 0]

    NEWS: Photovoltaik und Solarthermie in Spanien: Barcelona lässt erstes Solarpotenzial-Kataster des Landes erstellen

    Spanien ist aufgrund seiner hohen Sonneneinstrahlung ideal für die Stromerzeugung mit Photovoltaik-Anlagen geeignet. Obwohl die spanische Regierung die Einspeisevergütung stetig kürzt, ist die Solarstrom-Produktion günstiger als der Kauf vom Stromversorger (Netzparität). Besonders kleine Photovoltaik-Dachanlagen u.. Artikel weiterlesen

  • 20.11.2012 [Kommentare: 0]

    NEWS: Deutsche Unternehmen sind zufrieden mit ihrer Situation in Spanien

    Die spanische Wirtschaft ist bedauernswert, aber deutsche Unternehmen in Spanien meistern die Krise geschickt. So könnte die Kurzfassung einer Umfrage sein, die die Deutsche Handelskammer in Spanien über die unternehmerische Stimmung im Land durchgeführt hat.Wie auf der Internetseite der spanischen Zeitung “El Pa&iacu.. Artikel weiterlesen