NEWS: Weiter im Wandel - Banken: Schließungen von Filialen und Fusionen

26.01.2015 - Costanachrichten 

In keinem anderen Land der Euro-Zone war der Aderlass im Bankenwesen größer als in Spanien. So sind zwischen 2008 und Ende September vergangenen Jahres 12.702 Geschäftsstellen – hauptsächlich bei Sparkassen – verschwunden. Die Zahl der Filialen ging in diesem Zeitraum von 40.565 auf 27.863 Außenstellen zurück. Das entspricht einer Reduzierung von 31,3 Prozent und etwa dem Bestand des Jahres 1987.

Doch mit dieser Reduzierung ist es offensichtlich nicht getan. In den vergangenen Monaten hat die Banco de España immer wieder darauf hingewiesen, dass es angesichts einer nach wie vor eher schwachen Wirtschaft nur eine effektive Möglichkeit gebe, die Rentabilität der Geldhäuser zu erhöhen. Dies sei die weitere Schließung von Geschäftsstellen und der Abbau von Personal.
Die Wirtschaftszeitung „Cinco-Días“ geht nach einer Umfrage in Bankenkreisen davon aus, dass in den nächsten drei Jahren noch einmal mindestens 3.000 Geschäftsstellen gestrichen werden. Vor allem bei kleineren Filialen werde der Rotstift angesetzt.

Um die Rentabilität zu steigern, schließt „CincoDías“ auch eine neue Welle von Fusionen im spanischen Bankensektor nicht aus. Der Grund für weitere Zusammenschlüsse: Während die Geldhäuser in Europa eine Rentabilität ihrer Eigenmittel von durchschnittlich sechs Prozent erreichen, liegt der Prozentsatz der spanischen Banken im Schnitt lediglich bei 4,6 Prozent.

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