Theaterstück: 500x600: Una historia que contar

28.10.22 - 26.11.22

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500x600: Una historia que contar handelt von Etty Hillesums Leben. Auf der Bühne sind zu sehen: Etty Hillesum (Carla Vilallonga), das Klavier, das in mehreren Schlüsselszenen gespielt wird; und ich, in der Rolle der Männer, die ihr Leben begleiteten.

Ester Hillesum (Middleburg, 15. Januar 1914 – Auschwitz, 30. November 1943) ist eine junge Niederländerin jüdischer Tradition, die seit ihrer Kindheit sehr unruhig ist und sich nach dem Sinn von allem fragt. 1924 zog ihre Familie nach Deventer im Osten der Niederlande. Als junges Mädchen zieht sie nach Amsterdam, wo sie Jura studiert und sich später an der Fakultät für Slawische Sprachen einschreibt.  Etty, mit einem brillanten Verstand, hat einen starken existenziellen Drang zum Hinterfragen, der sie sehr leicht die Leere und Unzulänglichkeit der Dinge und gleichzeitig ihre eigene Zerbrechlichkeit spüren lässt, welche sie verabscheut. Aber sie ist auch leidenschaftlich an allem interessiert, was sie anzieht; und das versucht sie festzuhalten. So lebt sie versunken in einem Chaos, in welchem sie trotz allem Momente der Klarheit entdeckt. 

Ihr Leben wird auf den Kopf gestellt, als sie ihren Psychologen Mr. Spier trifft: Durch ihn wird Etty, nicht ohne große Opfer, eine tiefgreifende spirituelle Transformation erfahren. In diesem Moment beginnt sie, ihre Tagebücher zu schreiben. 

1942 meldete sie sich aus Solidarität mit anderen Juden freiwillig ins Deportationslager Westerbork: "Ich will nicht fliehen: Ich will das Schicksal meines Volkes teilen." Dort, wo sie zusammen mit 10.000 weiteren Insassen auf einer Fläche von 500 x 600 Metern lebt, setzt Etty ihre innere Reise fort, die sie immer gelassener und stärker werden lässt.  Das Theaterstück  „Etty Hillesum 500×600“ erzählt von dieser Veränderung, die Etty Hillesum in den letzten zwei Jahren ihres Lebens erlebt. Durch das Stück wird das Publikum in das Nazi-Holland der 1940er Jahre eintauchen können, vor allem aber in die Seele eines 27-jährigen jüdischen Mädchens mit all ihren Ängsten, Fantasien – und mit einer Hoffnung, die, statt allmählich zu erlöschen, immer leuchtender wird.

 

Das Werk wird vom 28. Oktober bis 26. November im Teatro Arapiles 16 aufgeführt; mit Vorstellungen jeden Freitag und Samstag um 21:30 Uhr.
 
Mehr Information zur Verantaltung finden Sie hier.
 
 
Quelle Fotografie: Lupe de la Vallina
Wo: Teatro Arapiles 16 | C. de Arapiles, 16 | 28015 Madrid | Stadtplan
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