Schluss mit Hundehaufen - Madrid greift durch!

13.05.2016 - Meike von Lojewski / Madrid für Deutsche 

Eine riesige Kampagne gegen Hundehaufen, das kündigte Manuela Carmena, Bürgermeisterin von Madrid, Mitte April an. Hundehalter, die den Kot ihrer Tiere nicht einsammelten, würden “überrascht” sein, wenn sie eine Strafe erhielten, denn die Verordnung sei “sehr streng”. Demnach würden Strafen durch Putzdienste ersetzt. Wie Carmena fortfährt, könnten die Madrider diesen Dienst samstags und sonntags von 9 bis 14 Uhr erledigen, um der Geldbusse zu entgehen.

 

Die Kommunalregierung hat einen Stadtplan entworfen, auf dem die Punkte deutlich werden, an denen es vermehrt zu Strassenverunreinigungen durch Hunde kommt. Dort sind die Hundebesitzer besonders nachlässig und hinterlassen ihre Arbeit gern dem Reinigungspersonal der Stadt. Diese Informationen wurden der Polizei zur Kontrolle und Verhängung von Sanktionen übergeben. “Es handelt sich um ein schlimmes Vergehen, das für die Öffentlichkeit Gesundheitsprobleme mit sich bringen kann und daher mit einer Strafe von zwischen 751 und 1.500 Euro belegt wird”.

 

Zwischen dem 16. Januar und dem 7. April hat die Polizei 103 Anzeigen gegen Personen wegen Urinierens auf öffentlichen Strassen und 12 Anzeigen wegen Nicht-Wegputzens von Hinterlassenschaften von Hunden oder anderen Tieren erhalten. Daher wurde die Kampagne entwickelt, die als Pilotprojekt demnächst in Villaverde und Tetuán gestartet wird.

 

Das Pilotprojekt sieht folgendermassen aus: Wen jemand eine Geldstrafe erhält, aber sein Interesse an der gemeinnützigen Arbeit zeigt, legt die Stadt die Ersatzbedingungen fest. Der zuständige Tutor wird über diese informiert und setzt sich mit dem Rechtsbrecher telefonisch in Verbindung, um mit ihm einen ersten Termin in den Reinigungsbüros in der Calle Bustamante zu vereinbaren, wo eine Einverständniserklärung unterzeichnet wird. Bei einem zweiten Termin erhält der Betroffene Handschuhe, Weste und Stiefel und erfährt, wo er den Putzwagen, Besen, Tüten und weitere Utensilien bekommt. Nach erledigter Arbeit bewertet der Tutor die Arbeit. Je nach Ergebnis wird die Sanktion ausgesetzt oder doch noch verhängt.

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